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Die Lachse

Es gibt nicht den einen Geilen Lachs. Es gibt für jeden Ort einen, und es kommen laufend welche dazu. Gleiche Haltung, andere Garderobe.

Die sechs Geilen Lachse nebeneinander
Der Originale Geile Lachs

Der Originale Geile Lachs

Der Originale Geile Lachs braucht keinen Ort, um zu funktionieren. Er funktioniert überall dort, wo Anspruch, Geschmack und ein gewisses Selbstverständnis zusammenkommen.

Er ist weder der Lauteste im Raum noch derjenige, der unbedingt erklären muss, was er macht. Gute Kleidung. Gute Uhr. Gute Manieren. Sehr schlechte Geduld für Mittelmaß.

Der Originale ist die Basis für alle anderen Lachse. Ein bisschen arrogant vielleicht.

Aber nur aus Sicht derer, die nicht eingeladen waren.

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Der Sylt-Lachs

Der Sylt-Lachs

Streifen, Chino, Bootsschuhe und den Pullover selbstverständlich über den Schultern. Nicht, weil gerade irgendein Trend danach verlangt, sondern weil er das schon gemacht hat, bevor andere dafür Pinterest-Boards angelegt haben.

In Kampen grüßt er Menschen, deren Nachnamen andere nur aus dem Wirtschaftsteil kennen. Darüber spricht man allerdings nicht.

Zu laut ist ihm unangenehm. Zu billig meistens auch.

Und sollte jemand „Westerland“ sagen, schaut er kurz so, als hätte man ihn nach dem Weg zum Bahnhof gefragt.

Er trägt seinen Status nicht sichtbar. Außer vielleicht auf der Rechnung.

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Der Saint-Tropez-Lachs

Der Saint-Tropez-Lachs

Der Saint-Tropez-Lachs kennt den Unterschied zwischen Urlaub und Sommer. Urlaub machen andere. Er verbringt den Sommer dort, wo der Tisch wichtiger ist als die Speisekarte.

Weißes Leinenhemd, Badehose, Loafer und eine Sonnenbrille, die auch um 21:30 Uhr noch vollkommen gerechtfertigt ist. Mehr braucht es nicht, wenn man ohnehin weiß, wohin man gehört. Die Uhr darf auffallen. Der Rest muss es nicht.

Er findet Nikki Beach ein bisschen viel, Monaco ein bisschen weit und Wasser grundsätzlich sinnvoll – solange es neben dem Clase Azul steht.

Er macht keinen Sommerurlaub. Er wird dort erwartet.

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Der Tegernseer Lachs

Der Tegernseer Lachs

Heimatgefühl, ohne auf Geschmack zu verzichten. Janker, Lederhose und Tracht trägt er nicht für ein Foto. Das Zeug gehört hier schließlich zur Grundausstattung.

Er kennt den See, die Berge und mindestens einen Tisch, bei dem andere vorher anrufen müssen.

Er verbindet Bodenständigkeit mit einem gewissen Anspruch. Lederhose unten, gute Uhr oben. Tradition im Herzen, Champagner in der Hand.

Er muss niemandem erklären, warum Sneaker zur Lederhose funktionieren.

Am Tegernsee funktionieren die Dinge eben etwas anders.

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Der Kitzbühel-Lachs

Der Kitzbühel-Lachs

Der Kitzbühel-Lachs steht früh auf. Allerdings nur, wenn es sich lohnt.

Er trägt Creme, Navy und genau so viel technische Skibekleidung, dass niemand auf die Idee kommt, er sei nur wegen der Terrasse hier.

Er weiß, dass Après-Ski nicht zwangsläufig bedeutet, auf einem Tisch zu stehen.

Man kann schließlich auch im Sitzen Champagner bestellen.

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Der Lachsrari

Der Lachsrari

Der Lachsrari ist die italienische Ausnahme innerhalb einer ansonsten ziemlich kontrollierten Familie. Rot trägt er nicht als Akzent. Rot ist das Konzept.

Poloshirt, Cap, Sonnenbrille, rote Loafer und genug Motorsport im Blut, um selbst einen Espresso wie einen Boxenstopp wirken zu lassen.

Über Elektroautos spricht er ungern. Über V12-Motoren dafür auch ungefragt.

Er kommt nicht zu spät. Die anderen waren einfach zu früh da.

Und während andere noch überlegen, ob Rot ihnen steht, ist der Lachsrari längst wieder weg.

Ciao.

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Du weißt jetzt, wer sie sind. Bleibt die Frage, wie tief du drin bist.

Die Lachsreife